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Pure Tea Blog

Tee Ernte in Japan

Tee Ernte in Japan

Ich beginne auch mit dem gleichen Thema, mit dem ich im letzten Jahr aufgehört habe – Tee von der Familie Morimoto. In den letzten Wochen war es außergewöhnlich warm für diese Jahreszeit. Die Teesträucher begannen also schon sehr früh auszutreiben. Leider hatte sich dann das Wetter wieder verschlechtert und kam zu Nachtfrost. Das hatte für einen Großteil der Teebauern enorme Folgen – Frostschäden an den noch jungen Trieben. Shigero ist die ganze Nacht über in den Teegärten unterwegs gewesen um sicherzustellen, daß auch alle Ventilatoren funktionieren. Die Ventilatoren haben die Funktion, die wärmere Luft aus den oberen Luftschichten nach unten zu blasen. Glücklicherweise hat dies auch sehr gut funktioniert, nur bei einigen wenigen Teesträuchern ist es zu Schäden gekommen. Braune Knospen und Blätter geschädigt durch den Frost.

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Pause beendet

Pause beendet Fast genau 1 Jahr ist es jetzt her, daß ich hier etwas geschrieben habe. Die Ursachen sind vielfältig aber ich denke, daß interessiert eh keinen Also erspare ich Euch meine Ausreden. Wie dem auch sei, ich werde mich jetzt wieder mehr dem Blog widmen und freue mich über Eure Kommentare und Anregungen. Viele Grüße Andreas

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Der Shincha Tee 2012 ist eingetroffen

Der Shincha Tee 2012 ist eingetroffen Endlich ist er da...! Auf der anderen Seite - so schnell und so frisch haben wir den Shincha auch noch nie bekommen, denn bei der Ernte am 23.04.2012 war ich dabei Shincha Ernte mit den Morimotos An einem sonnigen Vormittag ging´s los Haruyo auf ihrer Maschine Der fertige Shincha Tee bei uns - Vakkum verpackt natürlich! Der Shincha Morimoto 2012 ist also ab sofort bei uns im Shop erhältlich. Viele Grüße Andreas

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7.Tag Japan

7.Tag Japan

Heute haben wir die Familie Matsumoto in der Präfektur Kumamoto besucht. Mit dem Shinkansen sind es von Kagoshima aus nur 45 min. - leider hat sich Wetter gegen uns entschieden, es schüttet wie aus Eimern als wir ankamen. Info zur Familie Matsumoto: Der nur 3,3 Hektar große Teegarten der Familie Matsumoto liegt in der Präfektur Kumamoto auf Kyushu. 1928 wurde der Teegarten von Katsuki Matsumoto gegründet. Satomi und Kazuya Matsumoto führen den Teegarten nun bereits in der vierten Generation. Das junge Ehepaar überzeugte 1990 Kazuyas Eltern Hiroko und Jun, den Teegarten ohne Einsatz von mineralischen Düngemitteln und Pestiziden zu bewirtschaften. Dabei werden zwei unterschiedliche Anbaukonzepte verfolgt. Shizen Saibai (Naturanbau), bei dem auf jedwede Düngung oder Behandlung der Pflanzen verzichtet wird und organisch-biologischer Anbau bei den abgedeckten (Kabuse) Feldern. Aufgrund der geringen Größe und Erntemenge lässt Familie Matsumoto den Teegarten nicht BIO-zertifizieren, da die Kosten unverhältnismäßig hoch wären. Die Teefelder von Sakura-No En liegen auf 300 bis 400m Höhe und sind zum Teil vom Wald und anderen Teefeldern umgeben. Auf etwas 1.5 ha baut die Familie aus Samen gezogene Pflanzen (Zairaishu) an, auf weiteren 1,5 ha Yabukita, 0,1 ha Sayama Kaori und 0,2 ja Fuji Midori. Nach der Besichtigung der Teegärten hat uns die Familie in ihr wunderschönes altes, tradiditionelles Wohnhaus eingeladen. Nach einem reichhaltigen Mittagessen hat Katzuyu Matsumoto uns hier verschiedene Teesorten aufgegossen und auch unterschiedliche Zubereitungen gezeigt. Ich hoffe sehr, dass sich die Familie Matsumoto eines Tages doch noch für eine Bio-Zertifizierung entscheidet denn die Tees sind von einer unglaublichen Qualität. Am frühen Abend ging es dann mit dem Shinkansen wieder zurück in unser Hotel. Morgen heisst es dann schon abschied nehmen von Japan - es geht zurück zum Flughafen nach Osaka. Viele Grüsse Andreas

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6.Tag Japan

6.Tag Japan

Der heutige Tag stand ganz in Zeichen von Keramik-Meister Narieda Shinichiro. Wir haben die letzte Nacht in einem Hotel in Kagishima übernachtet und zu meiner Überrraschung gab es ein ehr untypisches Frühstück - neben Reisbällchen und Nudeln gabe es seit langem mal wieder etwas, was einem Brötchen sehr ähnlich war und Marmelade. Bei strahlenden Sonnenschein sind wir dann mit dem Zug 50min. nach Kirishima gefahren. Auf der Zugfahrt konnten wir die Vulkansinsel Sakurashima nur schemenhaft erkennen - leider hing diese noch im Nebel. Vom Bahnhof in Kirishima sind wir dann zu Fuß zum Haus von Narieda Shinichiro spaziert. Dieser erwartet uns schon hoffnungsvoll und freudestrahlend in seinem Haus. Ich habe heute noch kein Geschirr eingekauft - wir werden aber sicher in absehbarer Zeit unserer Angebot dahingehend erweitern. Auf Matcha Schalen für 2000,-- Euro werden wir aber wohl verzichten obwohl diese umwerfend schön sind... Zur Person Narieda Shinichiro: Am Rande eines kleinen Dorfes inmitten des Kirishima-Gebirgesin Süd-Japan arbeitet der Keramiker in seiner puristisch ausgestatteten Werkstatt ein kleines Seitenzimmer des hölzernen Wohnhauses, in dem er mit seiner Familie lebt. Zur Straße hin, die tief in die Berge führt, und das Haus von NARIEDAS Gemüsegarten am Rande eines kleinen Flusses trennt, sind seine Keramiken zu sehen. Neben seinen Matchaschalen (matcha chawan oder chawan), die ergerne vereinzelt über den Raum verteilt auf in Scheiben geschnittenen Baumstämmen präsentiert, finden sich zahlreiche Keramiken, die für den alltäglichen Gebrauch gedacht sind. So finden auch die Menschen des Dorfes Zugang zu NARIEDAS Werken. Im Gegensatz zu anderen japanischen Keramikern, lebt und arbeitet NARIEDA nicht in einem der berühmten Töpfer-Orte wie Seto, Hagi oder Arita. Dies drückt sich auch sehr deutlich in seinem künstlerischen Stil aus, der gewissermaßen gegen die stilistischen Traditionen dieser Orte rebelliert. Während dort jeweils ein bestimmter Stil mit einer mehr oder minder festgelegtenFormenwelt und Sprache der farblichen Gestaltung vorherrscht, distanziert sich NARIEDA von jeglichem Zwang des künstlerischen Ausdrucks. Zwar greift er Elemente einzelner bekannter Stilrichtungen auf, durchbricht diese jedoch wiederum durch seine stark expressive Individualität. Dies ist vielleicht auch als NARIEDAS individuelles Durchbrechen einer gewissen Festgefahrenheit der stilistischen Rezeption und Konzeptionalität der japanischen Teezeremonie, des chadô oder auch sadô (wörtlich: Teeweg), zu verstehen. Nach dem Essen im Garten des Meisters sind hat er uns dann noch einen Blick in das Allerheiligste gewährt und uns kurz seine Handwerkskunst demonstriert. Es ist nicht unbedingt das formen der Gefässe sondern das Brennen und Glasieren mit z.B. mit Flugasche. Seinen Ofen durfte ich z.B. nicht fotografieren. Morgen geht es dann wieder um Tee und wir besuchen einen weiteren Teegarten. Viele Grüße Andreas

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5.Tag Japan

5.Tag Japan

An diesem Tag haben wir gemeinsam mit der Familie Marimoto Shinsha Tee geerntet und produziert. Um ca. 9.30 waren die Teebüsche von der Morgensonne soweit getrocknet, das geerntet werden konnte. Also schwang sich Haruyo Morimoto auf die Erntemaschine und fuhr mit dem doch etwas merkwürdig aussehenden Gefährt los. Die Schnitthöhe lässt sich sehr genau einstellen, sodass nur die obersten 3-5 Blätter eines Teebusches abgeschnitten werden. Das geschnitte Blattgut musste dann schnell in die Produktion, damit die Oxidation nicht schon auf dem Feld beginnt. Die Teeproduktion befindet sich direkt neben dem Wohnhaus der Marimotos und besteht aus einer Produktionsstrasse, die alle Schritte der Teeherstellung nacheinander durchführt. Am Ende hatte Herr Morimoto 4 unterchiedliche Qualitäten produziert: Sencha (Shincha), Konacha, Kukicha und grobe harte Blätter aus denen Haruyo Morimoto Seife kocht. So ganz nebenbei hatte Haruyo dann mit einer Freundin ein wundervolles Mittagessen gezaubert. Bei dem Morimotos wird Tee in jeglicher Form verarbeitet - siehe die Seife aber so hatte ich Tee auch noch nicht gesehen: als Tempura. Sehr lecker - kann ich nur jedem empfehlen! Am Nachmittag haben wir dann den neuen Shincha probiert, welcher hoffentlich wenigen Wochen bei uns eintrifft. Viele Grüße Andreas

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4.Tag Japan

4.Tag Japan

Heute habe ich extrem viel über Japan Tee gelernt - mitlerweile ist es jedoch schon 0.30 Uhr und mir fallen ganz einfach die Augen zu, Deshalb hier nur ein paar Fotos von den wunderschönen und perfekten Teegärten der Familie Morimoto. Die Morimotos hegen und pflegen Ihre Teegärten mit einer solchen Hingabe und Überzeugung, vor der ich höchsten Respekt habe und es ist mir eine wahre Freude, in Zukunft von Ihnen Tee anbieten zu dürfen. Wir werden morgen auch die große Ehre haben, bei der Shincha Ernte 2012 mithelfen zu dürfen. Morgen früh geht es in den Teegarten und ja nach trocknungsgrad der Teeblätter (Morgentau) beginnen wir mit der Ernte zwischen 9.00 Uhr und 11.00 Uhr. Ich freue mich sehr darauf, diesen Tee dann bei uns in ein paar Wochen anbieten zu können. Hier ein paar Bilder vom heutigen Tag. Viele Grüsse Andreas

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3. Tag Japan

3. Tag Japan

Bevor wir heute mit dem Zug auf die Halbinsel Kyoto fahren waren wir noch mit der Teemeisterin En verabredet. Hier haben wir viel über die Matcha Teezeremonie erfahren. Leider war die Zeit dann doch etwas knapp, da wir den Schnellzug Shinkansen noch erreichen mussten. Nach viermal umsteigen und 7,5 Stunden erreichten wir dann Miyazaki. Hier wurden wir ganz herzlich von der Familie Morimoto in Empfang genommen. Die Marimotos produzieren seit Jahren sehr hochwertigen Bio-Tee und wir wollen morgen die Teegärten und die Produktion besichtigen. Leider regnet es hier derzeit Binfäden - wir hoffen alle, daß sich das Wetter bis morgen bessert. Bis dahin, viele Grüße Andreas

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2. Tag Japan

2. Tag Japan

Früh am morgen sind wir mit dem Zug von Kyoto nach Uji gefahren. Dort haben wir in dem Ort Wazuka den Teegarten von Herrn Okuda besucht. Wazuka zählt zu einem der besten Teeanbaugebiete in dieser Region. Aus diesem Teegarten kommen u.a. Tencha Tee für Matcha und Gyokuro. Dazu werden die Teebüsche 3 Wochen abgedeckt, sodass die Büsche langasmer wachsen. Normalerweise sollte das auch schon hier geschehen sein, doch leider sind die Büsche witterungsbedingt noch nicht so weit. Leider hat es heute angefangen zu regnen... Herr Okuda Diese Bio-Plantage wird ausschliesslich mit resten von Raps gedüngt. Herr Okuda ist der Meinung, alles andere würde den Geschmack des Tees negativ beinflussen. Von hier sind wir dann in die Teeproduktion gefahren. Hier wird unter anderem auch hochwertiger Matcha Tee produziert. Dazu werden der Tencha in Steinmühlen gemahlen. Für 40g Matcha benötigt eine Mühle ca. 1 Stunde. Matcha Mühlen Mahlstein für Matcha Für den preiswerten "Koch-Matcha" kommen die Tencha Blätter in eine Trommel. Diese werden hier mit Hilfe von Keramik-Kugeln zerschlagen. Anhand der unterschiedlichen Farbe kann man den hochwertigen Matcha von dem Koch-Matcha gut unterscheiden. Links der hochwertige Matcha! Nach dem Mittag durften wir dann unseren eigenen Matcha produzieren. Eine halbe Stunde die Mühlsteine gegen den Uhrzeigersinn drehen ergab dann Matcha Tee für 2 Portionen. Morgen Vormittag geht's dann zu einer Matcha-Tee-Zeremonie und dannch dann per Zug weiter in den Süden nach Takanabe/Miyazaki. Viele Grüsse Andreas

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