Bevor wir heute mit dem Zug auf die Halbinsel Kyoto fahren waren wir noch mit der Teemeisterin En verabredet. Hier haben wir viel über die Matcha Teezeremonie erfahren.

Leider war die Zeit dann doch etwas knapp, da wir den Schnellzug Shinkansen noch erreichen mussten.
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Nach viermal umsteigen und 7,5 Stunden erreichten wir dann Miyazaki. Hier wurden wir ganz herzlich von der Familie Morimoto in Empfang genommen.
Die Marimotos produzieren seit Jahren sehr hochwertigen Bio-Tee und wir wollen morgen die Teegärten und die Produktion besichtigen.
Leider regnet es hier derzeit Binfäden - wir hoffen alle, daß sich das Wetter bis morgen bessert.
Bis dahin,
viele Grüße
Andreas



3 Kommentare
Was viele nicht wissen, die Japaner bezeichnen uns als die “Barbaren aus dem Westen” Gerade in sehr ländlichen Regionen Nippons vermietet man keine Zimmer an Ausländer, da diese sich nicht “richtig” zu benehmen wissen.
So ganz unrecht hast Du nicht aber man sollte auch pauschalisieren. Die Japaner sind schon ein sehr höfliches Volk, wo Resepekt dem Anderen gegenüber schon sehr groß geschrieben wird. Als Beispiel folgende Situation: Ein Japanaer telefoniert mit dem Handy und verbeugt sich, während er sich von seinem Gesprächspartner verabschiedet. Das mag in unseren Augen lächerlich aussehen, ist hier aber nicht ungewöhnliches. Anderes Beispiel: Wir sitzen in einem Restaurant, die Bedienung kommt an unsern Tisch um uns Wasser zu bringen und sagt zu uns: Es tut mir sehr leid, ich möchte Sie nicht stören aber ich hoffe Sie haben Freude daran, daß ich Ihnen Wasser bringe. All das sagt so unendlich viel über diese Menschen hier aus und es wundert mich nicht, daß wir in Ihren Augen manchmal wirklich wie Barbaren wirken müssen. Bisher habe ich jedoch nur sehr herzliche Japaner erleben dürfen!
Wer sich mehr für das Japanische Leben interessiert, dem empfehle ich das Buch von Christoph Neumann “Darum nerven Japaner” oder “Fettnäpfchenführer Japan: Die Axt im Chrysanthemenwald” von Kerstin Fels