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Grüner Tee: eine Reise vom Blatt in deine Tasse

Was grünen Tee so besonders macht, woher er kommt und wie du das Beste
aus jeder Tasse herausholst – ehrlich, pur und ohne Umwege.

Was grünen Tee so besonders macht

Grüner Tee, schwarzer Tee, Oolong, weißer Tee – sie alle stammen von derselben Pflanze: der Camellia sinensis. Der Unterschied? Die Verarbeitung nach der Ernte.
Und genau da beginnt die Geschichte des grünen Tees.
Direkt nach der Pflückung werden die frischen Blätter erhitzt, um die natürliche Oxidation zu stoppen.
Das ist der entscheidende Moment: Während schwarzer Tee vollständig oxidiert und Oolong nur teilweise, bleibt grüner Tee weitgehend unberührt.
Er bewahrt seine grüne Farbe, seine frischen Aromen und einen Großteil seiner natürlichen Inhaltsstoffe.

Das Ergebnis ist ein Tee, der so nah an der Natur ist wie kaum ein anderer. Und genau das ist es, was uns an ihm fasziniert.
Die Art, wie die Oxidation gestoppt wird, macht den großen Unterschied: In Japan werden die Blätter gedämpft, in China werden sie geröstet.
Zwei Traditionen, zwei Geschmackswelten – und beide haben ihren ganz eigenen Charakter.

Pure Tea

Zwei Welten: Chinesischer & Japanischer Grüntee

Wenn wir bei Pure Tea über grünen Tee sprechen, unterscheiden wir immer zwischen China und Japan. Nicht weil der eine besser wäre als der andere – sondern weil sie grundverschieden sind. Wie Rotwein aus Bordeaux und aus der Toskana: beides großartig, aber auf völlig unterschiedliche Weise.

In China hat alles angefangen – die Teepflanze wird dort seit fast 5.000 Jahren kultiviert. Chinesischer Grüntee wird traditionell in Pfannen geröstet, was ihm seine typischen nussigen, sanften Aromen verleiht. Die Bandbreite ist enorm: von zart-blumig bis kräftig-rauchig.
Unser Teegarten Qingshan liegt, ideal geschützt für den ökologischen Landbau, auf einer bergigen Halbinsel mit Höhen bis zu 750 Metern inmitten eines Stausees namens Wuqiangxi. Ein Ort, den wir regelmäßig selbst besuchen – weil wir wissen wollen, wo unser Tee wächst.

Grüntee China entdecken
Pure Tea

Japanischer Grüntee: gedämpft, frisch, umami

Japanischer Grüntee ist anders. Die Blätter werden kurz nach der Ernte schonend mit Dampf behandelt. Dadurch bleiben die frischen, grasigen Aromen erhalten – und es entsteht das typische Umami, dieser herzhafte, volle Geschmack, der japanischen Tee so unverwechselbar macht.

Die Teegärten in Japan sind oft kleine Familienbetriebe mit Generationen an Erfahrung. Wie der Teegarten der Familie Morimoto auf der Insel Kyushu: Was vor vierzig Jahren mit einem einzigen kleinen Teegarten-Stück begann, ist heute ein Betrieb mit zwölf Teegarten-Flächen und einer eigenen Produktionshalle – die das Paar fast ausschließlich zu zweit betreibt.

Grüntee Japan entdecken

Die wichtigsten Grüntee-Sorten

Sencha

Der meistgetrunkene Tee Japans. Frisch, grasig, leicht herb – und der perfekte Einstieg in die Welt des japanischen Grüntees.

Sencha Tee

Gyokuro

Beschatteter Anbau macht ihn besonders edel. Intensives Umami, süßlich-vollmundig – für Kenner, die das Besondere suchen.

Gyokuro Tee

Lung Ching

Chinas berühmtester Grüntee. Pfannengeröstet, nussig-mild – ein zeitloser Klassiker mit feinem, kastanienartigen Nachklang.

Lung Ching Tee

Pi Lo Chun

Die „grüne Schnecke des Frühlings".
Kleine, spiralförmig gerollte Blätter mit blumig-zartem und leicht süßlichem Geschmack.

Sweet Pi Lo Chun Tee

Matcha

Und dann gibt es da noch Matcha – den gemahlenen Grüntee aus beschatteten Blättern.
Matcha ist eine eigene Welt für sich.
Bei Pure Tea wählen wir unsere Grüntees nicht nach Katalog aus.
Wir besuchen die Teegärten selbst, probieren vor Ort und entscheiden uns nur für Tees, die uns wirklich überzeugen – geschmacklich und menschlich.

Matcha Tee

Die richtige Zubereitung

Bis der Tee bei dir in der Tasse landet, begleiten wir ihn vom ersten Schritt an. Aber den letzten musst du ohne uns gehen: den Aufguss.
Und der ist besonders wichtig, denn der richtig gute Geschmack hängt nicht nur von den Blättern ab, sondern auch vom richtigen Aufguss.

Es sind lediglich Richtwerte, an denen du dich orientieren kannst. Letztendlich zählt der persönliche Genuss und die eigenen Vorlieben.
Experimentiere, entdecke deine persönlichen Präferenzen und genieße deinen individuellen Teemoment.

Chinesischer Grüntee – Aufguss auf einen Blick

Dosierung

2 Teelöffel auf 400 ml Wasser – Die Blätter brauchen Platz zum Schwimmen.

Temperatur

75°C – Das Wasser nach dem Aufkochen etwa 3 Minuten abkühlen lassen.

Ziehzeit

1–2 Minuten – Kürzer ziehen lassen für einen milderen Geschmack.

Mehrfachaufguss

3–5 Aufgüsse möglich – Mit jedem Aufguss verändert sich der Geschmack. Beim zweiten Aufguss die Ziehzeit auf 1–2 Minuten verkürzen, ab dem dritten nach Geschmack verlängern.

Japanischer Grüntee – Aufguss auf einen Blick

Dosierung

1–2 Teelöffel auf 200 ml Wasser – Weniger Wasser für intensiveren Geschmack.

Temperatur

55–70°C – Besonders schonendes Wasser, etwa 4–5 Minuten nach dem Aufkochen.

Ziehzeit

30–70 Sekunden – Kürzere Aufgüsse betonen die frischen Noten.

Mehrfachaufguss

3–5 Aufgüsse möglich – Mit jedem Aufguss verändert sich der Geschmack. Beim zweiten Aufguss die Ziehzeit auf 1–2 Minuten verkürzen, ab dem dritten nach Geschmack verlängern.

Pure Tea

Warum wird mein Grüntee bitter?

Das ist die häufigste Frage, die wir hören – und die Antwort ist fast immer dieselbe: zu heißes Wasser.

Grüner Tee sollte nie mit kochendem Wasser aufgegossen werden. Das Vorurteil ist leider immer noch weit verbreitet, führt aber zum Verlust der Geschmacksstoffe und macht den Tee unnötig bitter.

Die Lösung: Wassertemperatur runter, Ziehzeit kürzer.
Probiere einfach aus, wie er dir am besten schmeckt.

Tipp: Für ein authentisches Geschmackserlebnis kannst du eine traditionelle Kyusu-Kanne verwenden. Diese spezielle japanische Teekanne sorgt dafür, dass sich die feinen Blätter gleichmäßig entfalten und die Aromen optimal extrahiert werden.

Pure Tea

Warum Bio bei Tee den Unterschied macht

Bio ist für uns keine Marketingstrategie, sondern eine Überzeugung. Alle unsere Grüntees stammen aus kontrolliert biologischem Anbau – und das spürt man. Denn gerade bei grünem Tee, wo die Blätter so minimal verarbeitet werden, macht die Qualität des Anbaus den entscheidenden Unterschied.

Unsere Teebauern verzichten bewusst auf synthetische Düngemittel und Pestizide. Sie setzen auf natürliche Methoden, um ein ökologisches Gleichgewicht im Teegarten zu bewahren. Die Familie Morimoto in Japan zum Beispiel kultiviert sieben verschiedene Teesträucher-Sorten – nicht nur für geschmackliche Vielfalt, sondern auch als natürlichen Schutz gegen Ernteausfälle. Das ist gelebte Nachhaltigkeit.
Wir besuchen die Plantagen und Anbaugebiete, aus denen unsere Tees stammen, regelmäßig selbst und überzeugen uns vor Ort von den Anbaubedingungen. Denn Tee ist für uns mehr als ein Produkt – es sind die Menschen und ihre Geschichten, die ihn besonders machen.

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Häufig gestellte Fragen zu grünem Tee